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Bremgarter Reusslauf – 11k

Interessanter Dialog meines Laufkollegen am Vormittag. Sie: “Wie lange dauert der Lauf?” Er: “11 Kilometer, zwischen 40 und 45 Minuten.” Sie:  “Und wie lange dauert die Autofahrt?” Er: “Ähm…”

Wir sind heute tatsächlich von Graubünden (Castrisch und Chur) nach Bremgarten an den Reusslauf gefahren. Eine mehrstündige Autofahrt für ein “kurzes” 11Km-Rennen? Nur eins vorneweg: Es hat sich gelohnt!

Die Fahrt nach Bremgarten ging problemlos, wobei wir nach einer Verkehrsmeldung die Autobahn bei Brunau verlassen haben und via Waldegg gefahren sind. Ein sehr kluger Entscheid, der Stau vor und in Zürich hätte ganz sicher verunmöglicht, rechzeitig am Start zu sein. Beim Eintreffen in Bremgarten herrschten schon milde Frühlingstemperaturen. Herrlich, nach dem für Läufer anstrengenden Winter wieder die kurzen und leichten Laufkleider hervor zu nehmen. Die Motivation war schon vor dem Lauf sehr hoch.

Nach dem üblichen “Vorgeplänkel” (Startnummer holen, Umziehen, Einlaufen, Steigerungsläufe) erfolgte der Start unserer Kategorie um 14.15h. Ich war anfangs etwas überrascht, wie die Strecke anstieg. Hatte mich eigentlich auf einen flachen Lauf eingestellt… Ein Blick auf das Höhenprofil des Laufs macht deutlich, dass der Bremgarter Reusslauf gar nicht sooo flach ist.

Höhenprofli (gemäss Garmin Forerunner 205)

Höhenprofli (gemäss Garmin Forerunner 205)

Allerdings würde ich diese Kurve nicht über-interpretieren, die Höhenmeter-Messung via GPS kann sehr ungenau sein…

Wie auch immer, die ersten paar Kilometer hatte ich mir Zurückhaltung auferlegt. Einerseits hat mich das sehr schlechte Training vom Donnerstag etwas verunsichert, andererseits wollte ich nicht den gleichen Fehler machen wie am Neujahrslauf in Dietikon, wo ich nach vier Km schon “ziemlich blau” war. Ohne zu “beissen” kamen die ersten Km auf dem matschigen Terrain relativ einfach in 4:03, 3:55, 4:03, 4:04. Ich war überrascht von diesem Tempo, hätte eher mit ca. 4:10 pro Km gerechnet. Ich versuchte nun, dran zu bleiben und lieferte mir wie üblich mit irgendwelchen unbekannten Läufern harte Positionskämpfe :evil:


Größere Kartenansicht

Der Rückweg nach Bremgarten führt über wunderschöne Wald- und Feldwege der Reuss entlang. Es lief rund und ich konnte wie so oft gegen Schluss nochmals zulegen. Marathoni eben. Dann noch einen langgezogenen Schlussspurt durch die sehr schöne Bremgarter Altstadt und in 44:29 war ich im Ziel.

Dies ergibt eine Pace von 4:03, deutlich besser als meine Erwartungen. In meiner Kategorie M40 lag damit Rang 128 von 611 (21%) drin. Gesamtrang Männer 346 von 1′692 (20%). Alles in allem ein sehr schöner Ausflug “ins Unterland”. Frühling, guter Lauf, tiptop zufrieden.

Nun fängt am Montag die spezifische Vorbereitung für den London-Marathon an. Acht Wochen Greif-Countdown sollen aus der guten Fitness eine sehr gute Form machen. I’m ready!

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6 comments

1 Hugo { 03.01.09 at 14:18 }

Hei Rico, herzliche Gratulation zum gelungenen Lauf. Ich bin die ganze Zeit hinter, manchmal neben, und mal wieder vor einem Churer Läufer gerannt. Habe gehofft, dass du das seist, im Ziel habe ich in dann angesprochen doch es war Sgier Giusepp, ein sehr sympathischer Läufer aus Chur.
Ich wünsche Dir gute Erholung, dann viel biss für das harte Countdown Training von Peter Greif. Da hast du ja noch was vor Dir….

2 Hannes { 03.01.09 at 15:30 }

Gratulation zum erfolgreichen Lauf! Das klingt wunderbar. So schön blauer Himmel – ein angenehmer Lauf.
Und dass es dabei immer hoch und runter geht, ist ja kein Wunder. Ihr habt da ja auch nichts anderes als Hügel :D

3 rwilli { 03.01.09 at 20:39 }

@Hugo
Übrigens, kenne Giusepp Sgier nicht. Aber das kann in einer Millionenstadt wie Chur natürlich passieren…

4 rwilli { 03.01.09 at 20:41 }

@Hannes
Danke! Tatsächlich ein sehr schöner Lauf, denn solltest du auch einmal laufen! Hügel sind gut für die Kraftausdauer…

5 Philipp { 04.09.09 at 13:19 }

Hei Rico…

Da war ich übrigens auch am Start! Es war bereits meine 4 Teilnahme an diesem tollen Lauf. Habe zwar letztes Jahr als die neue Streckenführung zum ersten mal zu tragen kam, nicht teilnehmen können da ich bereits im Februar unter dem Pfeifferischen Drüsenfieber gelitten habe…

An den drei Austragungen wo ich bereits teilgenommen habe war die Streckenführung gerade in umgekehrter Richtung und Start/Ziel war noch nicht im Städtchen von Bremgarten. Der Lauf hat mit der neuen Streckenführung, welche um 500 Meter länger geworden ist, deutlich an Gewinn zugelegt! Auch die erstmalige Abgabe des Datachip welcher eine Erfassung der Nettozeit ermöglicht ist für einen Laufevent über 12 Km ein deutlicher Pluspunkt für diesen Laufevent.

Ich denke wir beide lieferten uns da sogar deine genannten harten Positionskämpfe! Denn ich bin die ersten Km in etwa den gleichen Zeiten angelaufen wie du, wenn wir uns gekannt hätten, dann hättest du für einmal nicht mit einem dir unbekannten Läufer Positionskämpfe liefern müssen ;-) Im Gegenteil, wir hätten einander beim Tempo machen ablsösen können!

6 rwilli { 04.12.09 at 20:52 }

@Philipp
Gibt’s doch gar nicht! Ich muss wohl langsam ein Laufshirt mit “marathonBLOG.ch” drauf drucken lassen. So kann ich wenigsten mit den Lesern während oder lieber nach dem Wettkampf plaudern…

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