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3 x 4000 IM FÖHN

Im heutigen Training ging’s wie gestern angekündigt wieder einmal ums Tempo. Die recht happige Intervall-Einheit 3 x 4000m mit 2000m Trabpause stand auf dem Programm. Die “geforderte” Pace lag bei 4:04 Min./km, wobei ein gewisses “Nachlassen” normal wäre. O-Ton Peter Greif:

“15 Sek. Tempoabfall bei den Wiederholungen dürfen sein, sind eigentlich auch üblich. Aber vielleicht kannst du es auch besser als die anderen.”

Ja, ja. Wieder einmal ein kleiner Motivationstrick von Peter Greif. Also sofort ein Blick auf die Resultate:

Intervall Km 1+2 Km 3+4 Total
1 4:09 4:16 16:51
2 4:12 4:03 16:33
3 4:11 4:01 16:25

Fällt dir etwas auf? Genau mir auch: statt der zusätzlich erlaubten 15 Sek. Tempoabfall wurde ich immer schneller. Und hier kann ich auch gleich den Grund liefern:

“Der Föhn oder Föhnwind ist ein warmer, trockener Fallwind, der – hangabwärts gerichtet – häufig auf der in Windrichtung gelegenen Leeseite von größeren Gebirgen auftritt. Er entsteht meist großräumig (Föhnwetterlage) und kann stetig wehen, aber auch böig sein.” (Wikipedia) :grin:

Die erste Hälfte des Trainings liefen wir also voll gegen den Föhn (ER hat gewonnen…), dafür ging’s mit Rückenwind wieder zurück. – Nun, ich liebe den Föhn. Die oft gehörten Kopfschmerzen bleiben bei mir jeweils aus und dank dem Föhn haben wir in Chur unzählige Sonnentage mehr als der Rest der Schweiz. Aber heute hat er mir wieder einmal das letzte Korn aus den Oberschenkeln gezogen. Ist aber ok, schliesslich macht dies das Training ja nur strenger und damit besser… :lol:

Wie auch immer. Nach diesem kleinen Exkurs in die “thermodynamische Föhntheorie” (Wikipedia) möchte ich doch noch festhalten, dass ich mit diesem Training äusserst zufrieden bin. Zwar kann man mit Rückenwind nicht aufholen, was man mit Gegenwind verliert. Aber dass ich die letzten zwei Kilometer in einer 4:01-Pace gelaufen bin, freut mich sehr.

6 comments

1 Philipp { 04.10.09 at 08:39 }

Gegen den Föhn kann man nicht gewinnen, der bleibt Schlussendlich immer Sieger aber er kann durchaus auch positive Effekte haben!

In eurem Fall hat der Föhn dazu beigetragen, dass sich das von Peter Greif erwähnte gewisse “Nachlassen” bei euch nicht einstellte!

Ich habe während meinen Wochenend Besuchen in Schaan jeweils den Föhn auch dazu ausgenutzt um mit den Inlineskates und Rückenwind auf dem Rheindamm absolute Toptempis zu erreichen! Aber wie du bereits selber angetönt hast, ist die Strecke gegen den Wind dann umso härter, da man unweigerlich zweiter macht gegen den Föhn.

Aber Hauptsache ist, dass du trotz den äusseren Bedingungen mit eurem Training zufrieden bist. Und eine Pace von 4:01 auf den letzten zwei Kilometern ist doch super und zeigt auch das ihr auf dem richtigen Weg seit!

2 Hannes { 04.10.09 at 09:41 }

Du hast dich richtig angestrengt und ein hartes Training absolviert, ob das nun insgesamt 4:04 oder 4:09 war – wer will denn so pingelig sein? :D

3 Hugo { 04.10.09 at 20:41 }

Hei Rico, starkes Training. So ist die 3 Stunden Marke in London bestimmt in Reichweite, super.
Der Föhn ist bei uns in Bern ein ganz anderes Thema. Der sorgt bei uns eben eher für Kopfschmerzen als für schönes Wetter.

4 rwilli { 04.12.09 at 20:48 }

@Hannes
Naja, bei diesem Training spielt es mir auch nicht so eine Rolle, ob 4:04 oder 4:09. Aber 5 Sek. im Marathon wären eine “Weltreise”…

5 rwilli { 04.12.09 at 20:49 }

@Hugo
Danke! Jaja, die Gedanken an die Sub-3 kommen langsam (wieder) auf… jetzt aber erst einmal gutes “Tapering”

6 rwilli { 04.12.09 at 20:50 }

@Philipp
Uuuii, der Rheindamm. Da habe ich auch schon gegen den Wind gekämpft! Manchmal laufe ich von Triesen nach Chur. Wenn’s dann Föhn hat, wird sehr happig…

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