Der letzte lange Lauf ist “im Kasten”
Hei, in einer Woche sind wir bereits in London! Jetzt rückt der Wettkampf immer näher, die Vorfreude ist gross.
Heute stand die letzte lange Einheit auf dem Programm. Eigentlich verlangte der Trainingsplan einen weiteren 35er. Ich habe diese Einheit in den letzten Jahren jedoch immer etwas verkürzt. Gewinnen kann man bei so einem Training sowieso nichts mehr, dies gibt auch Peter Greif zu:
“Es geht nicht mehr darum deine Ausdauerfähigkeiten noch zu verbessern, sondern wir wollen sie erhalten. Der Hammermann wird seine grosse Freude daran haben, wenn du heute zu schnell läufst.”
Auf der anderen Seite wollte ich dem Körper bewusst etwas mehr Erholung gönnen. Wir entschieden uns also für eine Runde zwischen 25 und 30 Kilometer. Wir starteten um 8.00h bei kühlen 7 Grad. Es dauerte bei mir etwa 30 Minuten, bis ich einen ruhigen Rhythmus gefunden hatte. Das ganze Training liefen wir zurückhaltend, flüssig und entspannt. Permanent schwatzend…
Schlussendlich gab’s eine schöne Runde dem Rhein entlang nach Domat/Ems und wieder zurück. Die Uhr zeigte am Schluss 28 Kilometer mit einer Durchschnittspace von 5:07 an. Tiptop. Einen kleinen Fehler habe ich aber gemacht. Ich wollte heute keinen Kilometer unter 5 Min. laufen. Trotzdem zeigte mir der Garmin Forerunner zu Hause zwei Kilometer mit einer Zeit von 4:58 an. Ich kann mir auch nicht erklären, wie dies passieren konnte…
Ich fühle mich gut, die Kraft kommt in die Beine zurück. Nächste Woche wird das Training nochmals zurück geschraubt. Montags und mittwochs stehen zwei interessante “Tempogefühl-Läufe” an, ich werde berichten.





5 comments
Also für mich klingt das noch immer zu schnell – aber ich bin wohl nicht dein Maßstab *lach* – Abgesehen davon klingt das Training optimal. Eine lockere, lange Runde. Klingt irgendwie verrückt, hm?
krass, dass du nach dem greif-plan noch einen 35km 1 woche vor dem marathon machst! das erscheint mir doch etwas komisch! macht das wirklich sinn?
ps: das haben sicherlich schon hunderte nicht nach greif-plan tranierende gefragt
@Daniel
Über Sinn und Unsinn kann man lange diskutieren… Aber wenn du genau gelesen hast, hat Rico nicht 35km absolviert sondern 28Km! Ich finde, genau diese 7Km machen es aus, genauer gesagt diese 7Km mehr wären auch meiner Meinung nach eine Woche vor einem Wettkampf nicht mehr unbedingt nötig.
Ich habe heute Sonntag jedefalls auch nochmals einen 25km lange Trainingseinheit absolviert! Und ich denke kaum, dass uns ein solches Training eine Woche vor dem Marathon in irgendwelcher Form behindern wird… eher im Gegenteil.
Unser Körper ist es nach dieser langen Aufbauphase gewönnt Leistung zu vollbringen. Wenn wir nun voll zurück gehen bricht höchstens die Müdigkeit aus und dann wenn es ernst gilt ist unser Körper nicht mehr so Leistungsbereit wie er eine Woche davor noch ist…
@Philipp
Mir ist schon aufgefallen, dass Rico den Longjog auf 28km gekürzt hat (was ich auch Sinnvoll finde). Ich hab mich aber gefragt, weshalb der Greif-Plan noch einen 35km vorschreibt. Aber Rico hat das jetzt ja in dem Greif-Posting erläuert
@alle
Spannende Debatte, danke für eure Kommentare! Really! Greif selbst “behauptet”, mit dem 35er in lockerem Tempo eine Woche vor dem Wettkampf erhalte man einfach die Ausdauer.
Habe noch etwas Statistik gemacht. Seit anfangs 2009 habe ich NEUN 35er gelaufen. Drum hat Greif wahrscheinlich das Gefühl, die Distanz mache mir nichts mehr…
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