Beim London Marathon ging GAR NICHTS!
Oje, ausgerechnet heute ein “Jour sans”.
Ich hatte ab Km 10 Seitenstechen und leichte Magenkrämpfe und musste bereits bei Km 15 auf “Autopilot und Longjogg” setzen. Es gibt eigentlich nicht viel zu diskutieren, es ging heute nichts.
Schlussendlich bin ich nach 3:28h ins Ziel gelaufen. Damit reiht sich mein 22. Marathon unter die schlechtesten ein. Brauchte schon mehrere Jahre nicht mehr so lange für einen Marathon.
Das Positive? Nun, dass ich auch bei einem totalen Gurken-Lauf noch unter einem 5er-Schnitt bleibe. Ansonsten gehören solche Tage wohl einfach dazu und machen unter anderem die Faszination Marathonlauf aus.
Einen detaillierten Racebericht schreibe ich, wenn ich wieder zu Hause bin.





8 comments
Hei Rico,
Gratulation zum durchhaltewillen. Was soll ich sagen, mir ging es in Zürich fast genauso. Ab Km 18 Seitenstechen, es war bitter. Aber mit 3:08 bin ich von daher doch noch zufrieden.
Erhol dich gut….
Da muss ich Hugo zustimmen, auch wenn der Körper nicht gut drauf war – du hast psychische Stärke und Willenskraft bewiesen. Wenn es so mies läuft das Ding noch zu Ende zu laufen, ist stark.
Rico, Glückwunsch zu dem, was für mich eine Fabelzeit wäre…
Und ich kann Dir so gut nachfühlen – ich bin selbst gestern den Hitzetod gestorben…
Hei Rico…
Ich gratuliere dir trotzdem zu deiner Leistung und deinem Durchhaltewillen!
Ich könnte mich deinen Worten direkt anschliessen… Mir lief es in Zürich auch nicht Wunschgemäss!! Auf den ersten Kilometern im Tunnel hatte ich sehr gute Beine und ein super Gefühl, bei ¼ Marathon hatte ich gar 40 Sekunden Vorsprung auf meine Marschtabelle. Habe dann gar etwas Tempo rausgenommen und den zweiten ¼ bis Halbmarathon etwas langsamer angegangen.
Ab da hatte ich plötzlich einen völligen Einbruch erlitten, mein Akku war da bereits völlig leer!!!
Ich wollte bei Km 23 gar das Rennen aufgeben!! Aber mein Laufkollege meinte, dass sei gar nicht gut für meinen Kopf resp. für den nächsten Wettkampf, da solche Sachen tiefer im Unterbewusstsein sitzen bleiben als man denkt. Habe mich dann gelitten und mich gequält bis auf das Zahnfleisch!! Ich habe echt noch nie an einem Marathon so gelitten wie gestern am Zürich Marathon!
Mit anderen Worten, gestern war einfach nicht mein Tag…
Ich schaue nun den Zürich Marathon als ein langes Training an, Schwamm drüber und vergessen und hoffen das der nächste Marathon dann wieder besser gehen wird.
Wünsche dir jedenfalls gute Erholung!
Meine Hochachtung! So früh Probleme und dann noch so lange durchhalten. Sei stolz auf dich!
Ein bisschen Angst macht mir das ja schon! Ich trainiere auf einen Halbmarathon. Meine Bilanz? Ich laufe seit März, mit einem Monat Unterbrechung. Ich hoffe es geht alles gut! Scheinbar ist Training nichts wert, wenn die Tagesform schlecht ist- beunruhigend. Du hast es ja geschafft! Ich habe Angst, nicht mal mehr in die Zeitmessung zu kommen!
@Running Sunny
Danke für deinen Kommentar! Und lass’ dich nicht beunruhigen! Solche Tage sind höchst selten, bei mir 2 von 22 Marathons. Und die gehören einfach dazu, das gibt einige Tage danach beim Bier die tollsten Geschichten…
@Philipp
Leidensgenosse! Auch dir herzliche Gratulation zum Finish. Super, dass du den Lauf beendet hast. Dies wird dir in den nächsten Marathons (mental) sehr viel helfen. Wie war eigentlich das Laufen im Tunnel?
@Rico
Wenn ich heute ein Résumé vom letzten Sonntag mache, denke ich das es sehr gut war den Marathon zu Ende zu laufen auch wenn es mich unheimlich viel Kraft und vorallem Kopfarbeitet kostete. Vielleicht braucht es ab und zu solche Wettkämpfe? Und wie sagt man doch so schön, was einem nicht umbringt macht einem Stark!!
Das laufen im Tunnel war für mich gar nicht so speziell…
Da mir der Tunnel mit seinen zwei Fahrspuren und einem Pannenstreifen (der gleich breit ist wie die Fahrspuren), recht breit vor gekommen war. Und da bisher noch keine Autos durch den Tunnel gefahren sind war die Tunnelröhre noch sehr hell und freundlich. Die leichte Steigung auf den ersten vier Kilometern waren für mich kaum spürbar… dafür merkte man den fehlenden Wind sehr gut, der sorgte nämlich bereits nach den ersten Km für die ersten Schweissperlen!!
Etwas erstaunt war ich auch, dass wir dann wieder in der gleichen Röhre retour gelaufen sind… Es hatte aber auch einen Vorteil, so konnte man die Spitzenläufer bereits recht früh das erste mal entgegen kommen sehen und diese entsprechend anfeuern. Die Organisatoren hätten sich von mir aus gesehen etwas mehr einfallen lassen können, um im Tunnel für etwas mehr Stimmung zu sorgen!
Die Streckenführung war dafür aus meiner Sicht viel besser als die Jahre davor! Bei den alten Streckenführungen hatte ich immer das Gefühl der Marathon beginne erst bei Km30 so richtig, nämlich von da an wo man kreuz und quer diese mühsame Schlaufen machen musste…
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