Ein Fragezeichen beim Tempo
Nach der Erholung vom Engadiner Sommerlauf mit einem lockeren Footing am Montag und einem Ruhetag am Dienstag ging’s heute wieder zur Sache. Ein schneller Dauerlauf über 35 Minuten stand auf dem Programm. Wobei “schnell” ungefähr Halbmarathon-Tempo oder leicht darunter bedeutet.
Sieh dir einmal die Kilometer-Zwischenzeiten an:
Km 1 – 4:10
Km 2 – 4:17
Km 3 – 4:18
Km 4 – 4:14
Km 5 – 4:09
Km 6 – 4:07
Km 7 – 4:17
Km 8 – 4:10
In diesen 35 Minuten bin ich total 8.3 km gelaufen. Ergibt eine Durchschnittspace von 4:12. Womit wir beim Thema wären.
Ich bin in diesem Jahr auf kurzen Strecken deutlich langsamer als vor zwei drei Jahren. Solche Trainings bin ich jeweils sehr nahe an einem 4er-Schnitt gelaufen. Auch bei den Davoser Seeläufen bin ich in diesem Jahr nicht an die Zeiten von 2007 herangekommen (2008 war mit dem Swiss Alpine Marathon-K78 ein Jahr “ohne” Tempo…). Dies führt zum Fragezeichen im Titel: Wie soll ich einen Marathon in einer 4:15er-Pace laufen, wenn ich bei einem 8Km-Tempolauf 4:12 hinkriege? Fragezeichen.
Auf der anderen Seiten verlaufen die Longjoggs sehr ermutigend. Ich bin sie den ganzen Sommer deutlich schneller gelaufen und der Körper machte tiptop mit. Bei früheren (Rekord-)Marathons bin ich die langen Trainings jeweils in einer Pace von 5:20 bis 5:30 gelaufen. Jetzt laufen wir immer unter einem 5:00er-Schnitt.
Tja, bin wirklich gespannt, was da noch geht. Wie interpretierst du meine Feststellungen? Erfahrung damit?





4 comments
Hmm…also, wenn ich die LongJogs schneller lief, dann war ich auch auf kürzeren Strecken schneller unterwegs.
Den Longjog schneller zu laufen, kann sicherlich einen positiven Einfluss auf den Marathon haben. Trotzdem würde ich noch etwas am Tempo arbeiten. Vielleicht nicht einmal mehr Intervall, dafür mehr Marathon-Tempotraining.
Die Frage ist doch, wie schnell das Training jetzt tatsächlich für dich war. Am Limit? Oder noch sehr locker schnell? Wenn das am Limit war, würde ja selbst der Halbmarathon in dem Tempo nicht klappen. Wenn das aber schnell war, aber keineswegs am Tempo, wieso sollte dann mit etwas Training nicht doch die gewünschte Marathon-Zeit drin sein? An einem Tempo kann man das nicht festmachen. Trainieren, schauen, wie die anderen Trainings laufen, den Marathon rennen, und hoffen, dass das Richtige rauskommt.
@Daniel
So sieht der (restliche) Trainingsplan genau aus. Tempotrainings immer in der Nähe des Marathontempos, keine Intervalle oder Hügelläufe mehr.
@Hannes
Hm, also “locker schnell” (ich weiss genau was du meinst) war es nicht. Eher Schwelle. Aber du bringst es auf den Punkt: dran bleiben, auf einen guten Tag hoffen und dann schauen, was raus gekommen ist.
Locker bleiben Rico. Noch eine gute Woche beissen im Training und dann die letzten paar Tage gut erholen, richtig essen und dann wirst du die 3 Stunden knacken dieses Jahr. Vergiss die einzelnen Trainings, das sind nur Freundschaftsspiele, wie wir Hockeyaner sagen… Das Endspiel ist am 20. September, und nur das zählt am Schluss.
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