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Posts from — September 2009

3:15h in Berlin. Und ein paar Fragezeichen.

Hmm. Irgendwie weiss ich nicht, was ich mit diesem Rennen anfangen soll. Einerseits die Erkenntnis, dass ich auch bei schlechtem Rennverlauf durchaus anständige Zeiten (3:15h) laufen kann. Andererseits ein Resultat, das fernab jeglicher Trainingsresultate und weit vom Ziel entfernt liegt.

Wie früher geschrieben hatte ich das Ziel, meine persönliche Bestzeit von 3:04h anzugreifen. Mir war klar und deutlich bewusst, dass Sub-3 in diesem Herbst kein realistisches Ziel war. Aus Kommentaren von Freunden und hier im Blog schliesse ich, dass diese Schallmauer mein Umfeld bald mehr beschäftigt als mich selbst…

Also: wenn ich jeden 5km-Abschnitt in 21:48 Min. gelaufen wäre, hätte es Rekord gegeben. Hier die echten Zwischenzeiten:

0-5 = 21:58
5-10 = 21:28
10-15 = 21:31
15-20 = 21:49
20-25 = 22:39
25-30 = 22:50
30-35 = 25:16
35-40 =26:22

Auf den ersten 15 Km habe ich mich ziemlich zurück gehalten und bin entspannt gelaufen. Also sicher nichts von “überzocken”. Ziemlich genau ab der Hälfte ging’s dann bergab und ich konnte mich nicht gross dagegen wehren. Für eine gewisse Zeit glaubte ich noch, dass ich “wenigstens” unter 3:08 bleiben würde. Damit wäre es immer noch mein drittschnellster Marathon geworden. Als dieses Ziel dann auch ausser Sichtweite war, liess ich nochmals nach und “joggte” einfach noch ins Ziel.

Muss dieses Resultat noch etwas auf mich wirken lassen. Klar, es war sehr rasch sehr warm in Berlin (26° im Schatten). Ich stellte in den letzten Marathons aber auch fest, dass mein “Biss” deutlich geringer ist, ich kann von der Intensität her bei weitem nicht mehr so hart “racen” wie früher.

Aber immerhin: Ein weiterer Marathon mit seiner ganz eigenen Geschichte in der “Sammlung”. Ich freue mich jetzt schon auf die schönen, ruhigen Herstläufe. Ohne Trainingsplan und Zeitvorgaben. Und zum Abschluss dann der NYC-Marathon, welchen ich ganz sicher als “Publikumswinker” absolvieren werde…

September 21, 2009   10 Comments

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

So, das war’s. Heute das letzte Training absolviert. Hmm, “Training” ist zuviel gesagt. Zehn Minuten einlaufen, dann zweimal 5 Minuten Marathonpace mit einer kurzen Pause dazwischen. Anschliessend zehn Minuten auslaufen. Alles fühlte sich tiptop, prima, marathonready an.

Morgen fliegen wir nach Berlin. Am Samstag an die Messe, Startnummer (31769) abholen und Sportartikel shoppen. Und am Sonntag Vollgas!

Ich freue mich sehr auf diesen Marathon. Wir haben sehr gut trainiert, ich fühle mich in Form. Ich werde mir keinen Stress mit der 3h-Grenze machen. Was aber nicht heisst, dass ich als Publikumswinker durch Berlin schlendern werde…

Also dann, so long, ich melde mich wieder mit dem Rennbericht. :twisted:

September 17, 2009   4 Comments

Tapering – Es geht ‘was

Einfach immer wieder interessant, so eine Tapering-Phase. Wenn ich’s nicht schon x-mal erlebt hätte, wäre ich in den letzten Tagen wohl “durchgedreht”. :shock: Ich erlebte jedenfalls wieder einmal die Taper-Madness in Reinkultur.

Nach dem 45minütigen Dauerlauf in Marathonpace von letzter Woche hatte ich mehrere Tage ein “Schoggi”-Programm (alle Details zu den Trainings während der Tapering-Phase findest du hier). Loslassen und entspannen war das Motto. Nicht nur körperlich die Belastung stark reduzieren, sondern auch mental abschalten und für ein paar Tage nicht an Training und Marathon denken. Und dies habe ich natürlich getan. Mit dem mir bekannten Resultat, dass die Müdigkeit der ganzen letzten Wochen ausbricht! Nicht umsonst steigen alle Teilnehmer der Tour de France an ihrem Ruhetag aufs Rad…

Am Samstag war ich so müde (und lustlos), dass ich mich kaum zum 45minütigen lockeren Dauerlauf aufraffen konnte. Während dem Training habe ich dann – du wirst es kaum glauben – zweimal angehalten und bin ein paar Meter “marschiert“. Voll Taper-Madness eben…

Gesten Montag standen erneut 45 lockere Minuten auf dem Programm. Das Gefühl war jetzt komplett anders. Ich spürte die Kraft in den Beinen und hatte richtig Freude am Training. Nach den totalen Entspannung baue ich jetzt langsam Konzentration und Fokus für Berlin auf.

Heute die letzte “richtige” Einheit: 30 Minuten mittlerer Dauerlauf,  (gefühlte) Marathonpace. Interessanterweise bin ich dieses Training in einer 4:18-Pace gelaufen. Genau gleich schnell wie die 45 Min. letzte Woche. Der Aufwand war aber bedeutend kleiner und ich fühlte mich sehr gut.

Trainingshalber wär’s das. Morgen ist schon wieder Ruhetag. Hmm, man könnte meinen, ich trainiere Ruhetage… Am Donnerstag gibt’s dann nochmals 2 x 5 Min. Marathonpace, einfach so fürs Gefühl. Und am Freitag geht’s ab nach Berlin.

Aber wir “lesen” uns vorher noch, ok? :wink:

September 15, 2009   2 Comments

Der ganz normale Tapering-Wahnsinn…

Soli. Da bin ich also wieder. Im ganz normalen Tapering-Wahnsinn. Gestern stand das “härteste” Training in dieser Woche auf dem Programm. 45 Minuten mittlerer Dauerlauf, Marathonpace. Zur Erinnerung: das ganze Tapering-Programm findest du hier.

Das Training ging ganz flott, ich bin während diesen 45 Minuten eine Durchschnittspace von 4:18 gelaufen. Vom Gefühl her lief ich eher am oberen Ende. Bin (noch) nicht sicher, ob ich mit dieser Intensität einen ganzen Marathon laufen könnte. Einige Stunden später ging ich noch zu einer Sportmassage.

Heute habe ich mich den ganzen Tag super-müde gefühlt. Auch das lockere Training am Abend (45 Minuten entspannter Dauerlauf) fühlte sich “müde” an.

Alles schon da gewesen. Es ist absolut normal, dass man sich in der Taperingphase ab und zu total müde fühlt. Viktor Röthlin soll einmal gesagt haben, vier Tage vor einem Marathon fühle er sich “miserabel”. Also lass dich nicht aus der Ruhe bringen, wenn du dich eine oder zwei Wochen vor dem Marathon schlapp und müde fühlst! Einfach genügend schlafen und auf gesunde Ernährung achten.

September 10, 2009   3 Comments

Marathon-Tapering. Jetzt.

Schon im Frühling, im Vorfeld des London Marathons, habe ich einen Artikel über das Tapering vor einem Marathon geschrieben. Ich empfehle, diesen unbedingt zu lesen.

Nun ist es wieder soweit. Noch knapp zwei Wochen bis Berlin. Im Vergleich zum Trainingsplan von Peter Greif scheint mir der aktuelle Plan deutlich mehr Gewicht auf die Erholung zu setzen. Volle zwei Wochen vor dem Wettkampf wird die Tapering-Phase mit einem entspannten Dauerlauf eingeläutet. Dies im Vergleich zu Greif, nach dessen Trainingsplan ich noch zehn Tage vor dem Rennen 15 Kilometer “so schnell du kannst” laufen musste. Oder eine Woche vor dem Marathon noch 35 Kilometer gelaufen bin.

So sieht also das Programm für die nächsten zwei Wochen aus:

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September 7, 2009   3 Comments

Letztes Brutalo-Training ist im Kasten – 27k

Distanz 26.9 km
Zeit 2:00:13
Pace 4:28 Min./km
Training Longjogg mit Crescendo
Wetter kühl, perfektes Laufwetter


So, noch zwei Wochen bis Berlin. Dies bedeutete für dieses Wochenende, nochmals Vollgas zu geben. Wie in den letzten Wochen hatte es auch diese Vorgabe in sich:

Longjogg 2 Stunden. Starte mit 4:50 und steigere alle 20 Min. um 10 Sekunden.”

Die schnellen Rechner unter den Besuchern des marathonBLOG werden schnell gemerkt haben, dass es dabei gehörig zur Sache gehen muss. Wer ein zweistündiges Training mit 4:50 beginnt und alle 20 Minuten das Tempo um 10 Sek. verschärft, läuft die letzten zwanzig Minuten auf einem 4er-Schnitt.

Nun, da musste ich nicht lange rechnen. Dass ein 4er-Schnitt am Ende eines Longjoggs für mich nicht drin liegt, wusste ich mit Bestimmtheit! Aber der Reihe nach.

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September 6, 2009   2 Comments