Letztes Brutalo-Training ist im Kasten – 27k
| Distanz | 26.9 km |
| Zeit | 2:00:13 |
| Pace | 4:28 Min./km |
| Training | Longjogg mit Crescendo |
| Wetter | kühl, perfektes Laufwetter |
So, noch zwei Wochen bis Berlin. Dies bedeutete für dieses Wochenende, nochmals Vollgas zu geben. Wie in den letzten Wochen hatte es auch diese Vorgabe in sich:
“Longjogg 2 Stunden. Starte mit 4:50 und steigere alle 20 Min. um 10 Sekunden.”
Die schnellen Rechner unter den Besuchern des marathonBLOG werden schnell gemerkt haben, dass es dabei gehörig zur Sache gehen muss. Wer ein zweistündiges Training mit 4:50 beginnt und alle 20 Minuten das Tempo um 10 Sek. verschärft, läuft die letzten zwanzig Minuten auf einem 4er-Schnitt.
Nun, da musste ich nicht lange rechnen. Dass ein 4er-Schnitt am Ende eines Longjoggs für mich nicht drin liegt, wusste ich mit Bestimmtheit! Aber der Reihe nach.
Wir starteten um 6:30 Uhr. Ja, kein Tippfehler. Ich hatte einen privaten Termin und konnte nur so früh trainieren. Mein Laufkumpel “Tat Ngugi a.k.a. Ruedi” war so nett, dass er mitmachte und wir so früh starten konnten. Ich werde mich in Berlin mit einer Curry Wurst und einem grossen Bier bedanken…
Das Training war hart, kurzweilig, motivierend! Bei einer Start-Pace von 4:50 bleibt nicht viel Luft für Geplauder. Kaum ist man richtig warm, steigert man bereits auf 4:40. Es ging sehr gut, ich fühlte mich wohl. Ab einer Pace von 4:30 merkte ich, dass langsam die “Arbeit” beginnt, die “Schonfrist” ging zu Ende. Aber auch diese Pace konnte ich kontrolliert und relativ locker laufen. Dann die Steigerung auf 4:20.
Bei 4:20 liegt ja die Pace meiner Marathon-Bestzeiten (3:04h). Ich hatte geplant, dieses Tempo zu laufen und so lange wie möglich zu halten. Von einer weiteren Steigerung auf 4:10 und gar 4:00 sah ich ab.
Hier die einzelnen Abschnitte in der Übersicht.
0-20 Min. = 4:51
20-40 Min. = 4:39
40-60 Min. = 4:32
60-80 Min. = 4:17
80-100 Min. = 4:17
100-120 Min. = 4:15
Hey, das ging ja deutlich besser als erwartet. Ich konnte in der zweiten Trainingsstunde deutlich schneller laufen als zuletzt unter der Woche bei den Tempoläufen. Bin sehr zufrieden mit dem Training und die letzte Stunde hat – auch mental – “sehr gut getan”
Ok, das war’s. Von jetzt an kann ich FÜR den Berlin Marathon nichts mehr tun. Nur noch DAGEGEN. Indem ich beispielsweise in den nächsten zwei Wochen zu hart trainiere. Oder schlecht esse. Oder zuwenig trinke. Oder der Erholung und dem Schlaf zu wenig Rechnung trage. Genau: TAPERING heisst diese Phase. Eine Tapering-Übersicht veröffentliche ich morgen. Hier.





2 comments
Heya Rico
Es freut mich sehr für dich, dass dieses Training so super gelaufen ist. Ich finde es immer toll, wenn man aus einer gewissen “Vorermüdung” gegen Schluss immer noch zulegen kann. 4.17, 4.17 und 4.15 für die letzte Stunde, das ist toll und macht Lust auf mehr.
Nun gilt es die Nerven im Zaum zu halten, aber wem sage ich das:
“Mister-klar-kalkulieren-und-alles-im-Griff-Buchhalter-Willi”
@Ruedi (alias Tat Ngugi)
Danke! Aber gegen den “Buchhalter” streube ich mich… Jetzt einfach locker bleiben und dann den Rekord pulverisieren… ähem…
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