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3:15h in Berlin. Und ein paar Fragezeichen.

Hmm. Irgendwie weiss ich nicht, was ich mit diesem Rennen anfangen soll. Einerseits die Erkenntnis, dass ich auch bei schlechtem Rennverlauf durchaus anständige Zeiten (3:15h) laufen kann. Andererseits ein Resultat, das fernab jeglicher Trainingsresultate und weit vom Ziel entfernt liegt.

Wie früher geschrieben hatte ich das Ziel, meine persönliche Bestzeit von 3:04h anzugreifen. Mir war klar und deutlich bewusst, dass Sub-3 in diesem Herbst kein realistisches Ziel war. Aus Kommentaren von Freunden und hier im Blog schliesse ich, dass diese Schallmauer mein Umfeld bald mehr beschäftigt als mich selbst…

Also: wenn ich jeden 5km-Abschnitt in 21:48 Min. gelaufen wäre, hätte es Rekord gegeben. Hier die echten Zwischenzeiten:

0-5 = 21:58
5-10 = 21:28
10-15 = 21:31
15-20 = 21:49
20-25 = 22:39
25-30 = 22:50
30-35 = 25:16
35-40 =26:22

Auf den ersten 15 Km habe ich mich ziemlich zurück gehalten und bin entspannt gelaufen. Also sicher nichts von “überzocken”. Ziemlich genau ab der Hälfte ging’s dann bergab und ich konnte mich nicht gross dagegen wehren. Für eine gewisse Zeit glaubte ich noch, dass ich “wenigstens” unter 3:08 bleiben würde. Damit wäre es immer noch mein drittschnellster Marathon geworden. Als dieses Ziel dann auch ausser Sichtweite war, liess ich nochmals nach und “joggte” einfach noch ins Ziel.

Muss dieses Resultat noch etwas auf mich wirken lassen. Klar, es war sehr rasch sehr warm in Berlin (26° im Schatten). Ich stellte in den letzten Marathons aber auch fest, dass mein “Biss” deutlich geringer ist, ich kann von der Intensität her bei weitem nicht mehr so hart “racen” wie früher.

Aber immerhin: Ein weiterer Marathon mit seiner ganz eigenen Geschichte in der “Sammlung”. Ich freue mich jetzt schon auf die schönen, ruhigen Herstläufe. Ohne Trainingsplan und Zeitvorgaben. Und zum Abschluss dann der NYC-Marathon, welchen ich ganz sicher als “Publikumswinker” absolvieren werde…

10 comments

1 Daniel { 09.21.09 at 08:56 }

Deine Split-Zeiten finde ich eigentlich nicht schlecht. Ich finde, Du bist das Rennen gut angegannen. Auf der zweiten Hälfte hat dann einfach die hohe Temperatur mitgespielt. Die Temperatur hat sicherlich 5-10 Minuten ausgemacht. Am Schluss vielleicht noch ein paar Minuten auf die kleine Enttäuschung, dass es nicht die angestrebte Zeit wurde?

2 Hannes { 09.21.09 at 16:00 }

Irgendwie lese ich auch aus deinem Beitrag nochmal die Fragezeichen heraus – du weißt einfach nicht so recht, was du damit anfangen sollst. Dabei hast du es doch schon selbst gesagt: Ein neuer Marathon in der Liste mit einer eigenen Geschichte. Es ist natürlich schade, dass es nicht so geklappt hat, wie es das Training erlaubt hätte. Aber damit muss man sich wohl abfinden. Das Wetter hat da sicherlich hart mitgespielt, vor allem da es in den letzten Wochen in der Vorbereitung längst nicht mehr so warm war.

Freu dich jetzt schön auf New York – das wird nochmal ein ganz neues Gefühl, da bin ich mir sicher!

3 bo58 { 09.23.09 at 08:00 }

Wenn nur immer alles so genau nach Plan ginge… Bestimmt hat da die Temperatur ganz wesentlichen Einfluss gehabt. Zu Beginn kam dir dein angestrebtes Tempo ja locker vor und du hast nicht überzogen. Und dann wurde es fast schon sommerlich warm. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, das wird schon noch klappen!

4 Marco Schlegel { 09.23.09 at 13:52 }

Hmm. Irgendwie weiss ich nicht, ob ich jetzt zur Zeit gratulieren soll oder nicht :)

Trotzdem tue ich es jetzt… Gratuliere zu einem weiteren absolvierten Marathon in (gemäss deiner Aussage) “anständigen Zeit”.

5 rwilli { 09.24.09 at 17:49 }

@Daniel @Hannes @bo58
Danke für eure Kommentare! Da spricht eine geballte Ladung Marathonerfahrung. Tatsächlich studiere ich in den letzten Tagen am meisten an der Temperatur herum und frage mich, wieviel sie effektiv ausgemacht hat. Und Daniel trifft mit seiner Vermutung “Am Schluss vielleicht noch ein paar Minuten auf die kleine Enttäuschung” den Nagel auf dem Kopf. Wenn man nichts mehr hat, wofür man kämpfen kann, dann kommen gleich noch ein paar Minuten dazu.

6 rwilli { 09.24.09 at 17:50 }

@Marco
Danke! Mir fehlt vielleicht das knüppelharte Mittagstraining mit “Sigron”, was meinsch? ;-)

7 Hägi { 09.25.09 at 06:53 }

Moi Rico
Gratuliara zum Berlin Marathon! Hoffe, dass es trotzdem Spass gemacht hat….. ;-) Gruss Hägi

8 rwilli { 09.27.09 at 11:13 }

@Hägi
Danke! Wann läufst du eigentlich DEINEN Marathon?

9 Hugo { 10.04.09 at 18:18 }

Hei Rico,
Bin eben erst aus den Ferien zurück gekommen darum konnte ich mich nicht früher melden. Gratulation zum Berlin Marathon, bei 26 Grad finde ich eine 3:15′er Zeit absolut toll, das hätte ich nicht geschafft.
Ich war und bin ja auch einer, der dich in den Kommentaren immer zur Sub 3 Zeit angeheizt hat, und ich bin immer noch überzeugt, dass du das unter optimalen Bedingungen auch drauf hast. Mach dir nicht zu viele Gedanken und freue dich auf NY.

Viele Grüsse, Hugo

10 rwilli { 10.05.09 at 21:20 }

@Hugo
Hey Hugo, vielen Dank. Ja, so nach zwei Wochen kann ich mich mit dem Resultat etwas besser anfreunden. Trotzdem, es wäre schön gewesen, bei all dem Training… aber lassen wir das…

Die Vorfreude auf den NYC-Marathon ist jedenfalls gigantisch. Den werde ich voll geniessen!

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