You either ran today – or you didn't.

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Easy running

Die zweite Regenerationswoche seit dem London Marathon liegt bereits hinter mir. Damit ist die Regeneration auch fast schon durch und ab nächster Woche “darf” ich auf den Laufstrecken wieder etwas herumspielen. Hugo vom Laufblog “nebenan” hat diese entspannte Phase nach einem Marathon-Wettkampf auf den Punkt gebracht:

“Zu laufen ohne dabei ein Wettkampfziel vor Augen zu haben ist schön. Das habe ich heute so richtig genossen. Bei schönstem Frühlingswetter dem Fluss entlang und in der jetzt bereits üppigen Natur, das ist Spass pur. Fünfeinhalb Wochen werde ich jetzt Sport nach dem Lust und Laune Prinzip absolvieren.”

Naja, ich werde wohl bereits früher wieder an ein paar Volksläufen teilnehmen und möchte über die Sommermonate vermehrt an meiner Grundschnelligkeit arbeiten.

Diese Woche bin ich vier mal gelaufen. Jeweils rund eine Stunde, am Sonntag dann etwas länger. Ich fühlte mich jeweils sehr gut, vom London Marathon gibt’s keine “offensichtlichen Spuren” mehr. Wie oben beschrieben werde ich ab nächster Woche wieder ein wenig Tempoelemente einbauen oder das eine oder andere Intervalltraining einbauen.

Mai 9, 2009   9 Comments

Erstmals seit London wieder gelaufen

“Hello. I’m back!” Mit diesen Worten hat damals Michael Jordan sein Comeback angekündigt. Die Medien standen Kopf, CNN schaltete auf Breaking News, ein Jubelschrei ging um die Welt.

Etwas weniger Lärm verursachte heute meine erste kleine Runde seit dem London Marathon im Fürstenwald. :oops: Freudig schnallte ich heute Mittag meine Schuhe an und lief eine kurze aber schöne Runde im Wald. Natürlich ohne Uhr. Entspannte Bewegung, aktive Erholung. Dabei staunte ich, wie gut sich meine Muskulatur und der Bewegungsapparat anfühlten. Normalerweise zuckt’s und zerrt’s bei mir nach einem Marathon noch eine Weile. Heute konnte ich aber ganz normal laufen, keine “Bobos”. Dies zeigt mir nochmals, dass ich am London Marathon gar nicht erst in die Lage kam, im Wettkampftempo zu laufen und das Letzte zu geben. Das “System” war nicht bereit, die Muskeln wurden dadurch geschont.

Nur eine Erkältung hat mich in den letzten Tagen etwas geplagt. Aber dies geschieht nach einem Marathon öfters. Du musst wissen, dass dein Immunsystem nach einem Marathon während zwei bis drei Tagen “am Boden liegt” und du dann sehr anfällig für Erkältungen (oder Schweinegrippen…) bist. Das nasskalte Wetter am Montag in London war wohl etwas zuviel.

Aber ansonsten habe ich den Lauf im Wald sehr genossen. Ich freue mich auf die vor mir liegenden Wochen! Endlich kann man wieder “etwas in die Berge” laufen und neue Singletrails entdecken. Und dies, ohne gleich den nächsten wichtigen Wettkampf vor sich zu haben. Bin jedenfalls schon wieder so richtig motiviert.

Hello. I’m back!

Mai 1, 2009   4 Comments

London Marathon – Rennbericht

Hallo, zurück in Chur. Mit einer weiteren Finisher-Medaille, einem schrecklichen Finisher-T-Shirt, viel zu erholten Beinen und einigen Fragezeichen im Kopf. Aber schön der Reihe nach.

Ich hatte ja am Sonntag in einer “Blitz-Schaltung” (Beim London Marathon ging GAR NICHTS) bereits einige Fakten publiziert. Hier also ein etwas detaillierterer Bericht.

Vorbereitung
Ich kann nur sagen: problemlos. Die letzte Tapering-Woche verlief genau nach Plan. Die beiden kurzen Trainings in London fühlten sich sehr gut an, ich hatte für mich auffallend gute Beine. Auch ansonsten sind bei mir die Tage und Stunden vor dem Rennen eingespielt. Mein 22. Marathon sollte mich vor keine allzu grossen Probleme stellen. Dachte ich…

Start ins Rennen
Typisch für so grosse Marathons wie New York, Boston oder London ist die sehr frühe Anfahrt und das anschliessende “Herumhängen” im Startgelände. Die Organisation war allerdings einwandfrei, typisch englisch. Es hatte sogar Hilfspersonal beim Zuordnen der nächsten freien Toitoi-Kabinen… :shock:

Kurz nach dem Start war ich überrascht, wie eng die Strasse war und wie unregelmässig gelaufen wurde. Und wie so oft hatten sich viele Läufer viel zu weit vorne eingereiht und wurden entsprechend schon ganz am Anfang geschubst und überholt. Im Vergleich zu Berlin aber ein deutlich zähflüssigerer Start, es geht in London viel länger, bis man seinen eigenen Rhythmus laufen kann. Meine erste 5km-Zwischenzeit von 23:06 belegt das. Allerdings machte ich mir deswegen nichts draus, ein verhaltener Start in einen Marathon ist immer ok.

Km 12: Was ist los?
Wie immer hatte ich zehn Minuten vor dem Start noch 0.5 dl Wasser getrunken. Dies hat den Vorteil, dass dieses Wasser nicht mehr in die Blase gelangt, sondern direkt verschwitzt wird. Und weiter kann ich dann jeweils den ersten Wasserposten nach rund drei Kilometer auslassen. Das Feld ist so kurz nach dem Start jeweils noch so dicht, dass an den Wasserständen fast schon Faustrecht herrscht…

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April 28, 2009   8 Comments

Beim London Marathon ging GAR NICHTS!

Oje, ausgerechnet heute ein “Jour sans”.

Ich hatte ab Km 10 Seitenstechen und leichte Magenkrämpfe und musste bereits bei Km 15 auf “Autopilot und Longjogg” setzen. Es gibt eigentlich nicht viel zu diskutieren, es ging heute nichts.

Schlussendlich bin ich nach 3:28h ins Ziel gelaufen. Damit reiht sich mein 22. Marathon unter die schlechtesten ein. Brauchte schon mehrere Jahre nicht mehr so lange für einen Marathon.

Das Positive? Nun, dass ich auch bei einem totalen Gurken-Lauf noch unter einem 5er-Schnitt bleibe. Ansonsten gehören solche Tage wohl einfach dazu und machen unter anderem die Faszination Marathonlauf aus.

Einen detaillierten Racebericht schreibe ich, wenn ich wieder zu Hause bin.

April 26, 2009   8 Comments

London Marathon: I’m ready!

So. Feierabend. Jetzt die Laufschuhe packen. Morgen um 9.45h fliegen wir nach London. Dann direkt zur Startnummern-Ausgabe. Gegen Abend ein leichtes Footing, um die vom Flug müden Beine etwas zu lockern. Am Samstag werden wir wohl eine Stadtrundfahrt oder so machen. Auf keinen Fall viel herumlaufen und shoppen! Und dann ist Raceday. Ich freue mich auf den Sonntag. Das Training über den Winter lief gut, ich bin in Form. Und natürlich werde ich hier auf marathonBLOG berichten, sobald ich irgendwo eine Internetleitung finde…

Viele Leser sind an diesem Sonntag auch im Einsatz. Ich wünsche euch allen einen super Lauf! Hoffentlich gehen eure Ziele in Erfüllung und wir können ab Montag hier ein paar Marathon-Räubergeschichten austauschen. Und den Läufern am Zürich-Marathon wünsche ich viel Spass beim einmaligen Tunnelauf! Geniesst den speziellen Moment.

Way to go! You can smell the finish line. Waaaay to go!

April 23, 2009   7 Comments

Noch mehr Tempogefühl-Läufe

Noch vier Tage! Mit der Erholung in dieser Woche kommt auch eine riesige Vorfreude auf. Jetzt fühle ich mich so richtig bereit für den London Marathon!

Heute stand das letzte “richtige” Training an. Von der Idee her das selbe Training wie am Montag. Es geht darum, ohne auf die Uhr zu schauen eine Strecke zu laufen und das Marathontempo so genau wie möglich zu treffen. Dabei soll das Laufgefühl der Taktgeber sein und nicht die Zeit. Während dem Intervall fragst du dich also immer, ob du in dieser Intensität einen Marathon laufen würdest könntest.

Natürlich wurden heute die Umfänge nochmals kleiner. Waren’s am Montag noch 2km-Intervalle, so lief ich heute nur noch 1000er mit jeweils 1000m Trabpause dazwischen. Hier die Zeiten:

  • Km1: 4:02 – hoppla, da war ich übermütig und “geladen”
  • Km2: 4:14 – gut gelaufen, noch nicht ganz im Rhythmus
  • Km3: 4:18 – kure Verzögerung wegen einem scheuenden Pferd… hab’s nicht darauf ankommen lassen…
  • Km4: 4:15 – alles bestens
  • Km5: 4:12 – schöner Rhythmus, guter, kräftiger, langer Schritt

Hey, das hat ja richtig Spass gemacht! Die Zeiten sind viel näher beieinander als am Montag. Ich hatte heute das Gefühl, grössere, kräftigere Schritte zu machen, es lief runder. Soll es ja auch, so kurz vor dem Marathon, heinomol! Bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem heutigen Lauf. Und schiele mit einem Auge natürlich auf die magische 4:15er-Pace…

Morgen ist Ruhetag. Und am Freitag fliegen wir bereits nach London. Aber ich melde mich vorher noch einmal… :mrgreen:

April 22, 2009   3 Comments

Ernährung während dem Marathon

Tja, ich stecke voll in der “Taper Madness”. Heute bin ich nur ganz locker während 45 Minuten durch den Wald gelaufen. Bewegung, Luxusdurchblutung, Erholung. Nicht der Rede wert. Da packe ich diese Gelegenheit gleich beim Schopf und schreibe etwas über die Ernährung während dem Marathon-Wettkampf.

Ein sehr subjektives Thema. Und es wurden Bücher darüber geschrieben. Ich kann also nur meine eigenen Erfahrungen weitergeben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Bin jetzt schon gespannt auf die Kommentare und die Erfahrungen der Leser von marathonBLOG.

Einige Tage vor dem Wettkampf

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April 21, 2009   3 Comments

Suche nach dem Marathon-Tempo

So, die letzte Trainingswoche hat begonnen. Hmm, eigentlich sollte ich schreiben: die Wettkampfwoche hat begonnen! Heute ging’s im Intervalltraining darum, das Tempogefühl für den Marathon vom Sonntag zu finden. 4 x 2000m mit 1500m Trabpause standen an. Keine Zeitvorgabe und ein absolutes Verbot, auf die Uhr zu schauen.

Gar nicht so einfach, diese Einheit. Man läuft zwei Kilometer, also ein wenig zu kurz, um richtig den Wettkampfrhythmus zu finden. Man läuft und fragt sich permanent: “Würdest du so den London Marathon starten? Könntest du diese Pace über 42 Km halten? Etwas schneller? Zu schnell?” Wirklich ein spannendes Training.

Und ich brauche die Übung noch! Die heute gelaufenen Kilometerzeiten (natürlich zu Hause am Computer nachgeschaut und nicht während dem Training auf der Uhr… Ehrenwort!) lagen zwischen 4:11 und 4:28. Diese Spanne ist natürlich zu weit. Hochgerechnet ergäbe dies ja einen Marathon zwischen 2:56h und 3:09h. Natürlich hat der Wind die Zeiten etwas verfälscht.

Die Beine fühlten sich “normal” an. Nicht besonders gut und spritzig aber auch nicht müde. Wenn ich die Einträge im Trainingstagebuch der letzten Jahre vergleiche, lese ich am Montag vor dem Marathon oft Bemerkungen wie “etwas müde”, “dicke Beine” oder “kein gutes Laufgefühl”. Die Marathons nach diesen Einträgen sind dann jeweils tiptop gelungen. Taper Madness eben…

April 20, 2009   3 Comments

Mein Trainingsplan, Teil 1: Longjogg

Heute habe ich zu meinem Post “Der letzte lange Lauf ist im Kasten” einen beispielhaften Kommentar von Daniel bekommen. Ich habe in den letzten Jahren unzählige solche oder ähnliche Kommentare/Fragen erhalten. Und da ich jetzt ja einen marathonBLOG habe, schreibe ich doch gleich einen Post darüber. Hier aber zuerst der Originalkommentar:

“krass, dass du nach dem greif-plan noch einen 35km 1 woche vor dem marathon machst! das erscheint mir doch etwas komisch! macht das wirklich sinn?
ps: das haben sicherlich schon hunderte nicht nach greif-plan tranierende gefragt ;-)

Tja, aus den Trainigsplänen von Peter Greif spricht noch klar “die alte Schule”. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass Marathonzeiten um 3h und darunter nur mit der entsprechenden Menge an Kilometern erreicht werden können. Es sagt auch klar, dass seine Pläne für ambitionierte Hobbysportler (und “aufwärts”) sind. Wer als “Publikumswinker” durch die Strassen joggen wolle, habe in seinen Trainingsplänen nichts verloren…

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April 19, 2009   8 Comments

Der letzte lange Lauf ist “im Kasten”

Hei, in einer Woche sind wir bereits in London! Jetzt rückt der Wettkampf immer näher, die Vorfreude ist gross.

Heute stand die letzte lange Einheit auf dem Programm. Eigentlich verlangte der Trainingsplan einen weiteren 35er. Ich habe diese Einheit in den letzten Jahren jedoch immer etwas verkürzt. Gewinnen kann man bei so einem Training sowieso nichts mehr, dies gibt auch Peter Greif zu:

“Es geht nicht mehr darum deine Ausdauerfähigkeiten noch zu verbessern, sondern wir wollen sie erhalten. Der Hammermann wird seine grosse Freude daran haben, wenn du heute zu schnell läufst.”

Auf der anderen Seite wollte ich dem Körper bewusst etwas mehr Erholung gönnen. Wir entschieden uns also für eine Runde zwischen 25 und 30 Kilometer. Wir starteten um 8.00h bei kühlen 7 Grad. Es dauerte bei mir etwa 30 Minuten, bis ich einen ruhigen Rhythmus gefunden hatte. Das ganze Training liefen wir zurückhaltend, flüssig und entspannt. Permanent schwatzend… :oops:

Schlussendlich gab’s eine schöne Runde dem Rhein entlang nach Domat/Ems und wieder zurück. Die Uhr zeigte am Schluss 28 Kilometer mit einer Durchschnittspace von 5:07 an. Tiptop. Einen kleinen Fehler habe ich aber gemacht. Ich wollte heute keinen Kilometer unter 5 Min. laufen. Trotzdem zeigte mir der Garmin Forerunner zu Hause zwei Kilometer mit einer Zeit von 4:58 an. Ich kann mir auch nicht erklären, wie dies passieren konnte… ;)

Ich fühle mich gut, die Kraft kommt in die Beine zurück. Nächste Woche wird das Training nochmals zurück geschraubt. Montags und mittwochs stehen zwei interessante “Tempogefühl-Läufe” an, ich werde berichten.

April 18, 2009   5 Comments